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Barockschloss Ludwigsburg

Auf dem Gelände eines ursprünglichen Jagdschlosses, dem Erlachhof, beschloss Herzog Eberhard Ludwig ab 1704 ein kleines Schloss nach Plänen des Baumeisters Philipp Joseph Jenisch zu bauen.

Bereits 1706 entwarf Johann Friedrich Nette eine Dreiflügelanlage, mit einem Haupt Bau, dem „alten Corps de Logis“ und zwei kleineren Pavillons mit Verbindungsgalerien. Rechtwinklig zum Haupt Bau entstanden später zwei Seitenflügel, Ordens-und Riesenbau, mit einem nach Süden offenen Ehrenhof. Nachdem der Herzog nach innenpolitischen Schwierigkeiten die Residenz dorthin verlegte und die Stadt Ludwigsburg gründete, wurde nach Plänen des Stuckateurs Donato Guiseppe Frisoni, dem neuen Hofbaumeister, die gesamte Anlage vergrößert und mit weiteren Kavaliersbauten, Kirchen, einem Theaterbau und weiteren Galerien versehen. Abgeschlossen wurde die Anlage, um den herzoglichen Ansprüchen im Sinne der Repräsentation zu genügen, mit dem „neuen Corps de Logis“ nach Süden, dem neuen Hauptbau, es war eine Vierflügelanlage entstanden. Beim Tod des Herzogs, im Jahre 1733 waren Teile der Anlage nur äußerlich fertiggestellt. Hinter dem neuen Haupt Bau entstand ein großer Garten nach Süden ausgerichtet, das heutige „blühende Barock“.

Ludwigsburg gilt auch heute noch als eine der prächtigsten barocken Schlossanlagen Europas, durch die ausgedehnten Gärten mit Felsengrotten und künstlichen Wasserfällen, mit einem Schlosstheater, das eine weitgehend originalgetreue Bühnentechnik hat und zu den jährlichen „Ludwigsburger Schlossfestspielen“ auch Aufführungen der Stuttgarter Oper darbietet für bis zu 350 Zuschauern.

Im Obergeschoss des südlichen neuen Haupt Baus befindet sich das Keramik Museum mit einer großen Ausstellung von Keramik-, Fayence- und Porzellansammlungen aus Meißen, Nymphenburg, Berlin, Wien und Ludwigsburg des württembergischen Landesmuseums Stuttgart.

Ebenfalls als Bestandteil des württembergischen Landesmuseums befindet sich im ehemaligen Festin Bau das Modemuseum mit originalen Kostümen, chronologisch gegliedert, aus dem 18. 19. und dem 20. Jahrhundert.

Eine Führung durch das Schloss dauert ca. 1,5- 2 Stunden, die Führung wird von mir selbst durchgeführt, sollte aber rechtzeitig angemeldet werden.

Besonders empfehlenswert für Kinder ist der 1959 angelegte Märchengarten mit dem Steindrachen, der nicht genug Papier schlucken kann, um bei jedem „ Schluck“ Papier ein lautes „Danke“ zu sagen. Dann gibt es auch den Riesen Goliath der auf ein „klopfen“ persönlich erscheint und den Rapunzelturm , der mit einer Überraschung aufwartet, wenn die Kinder rufen, „Rapunzel lass Dein Haar herunter“ !