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Bohnenviertel Stuttgart

Zugegebenermaßen ist diese Bezeichnung für ein kleines Stadtquartier ein etwas sonderbarer Name, jedoch kommt dieser nicht von ungefähr!

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde aus Amerika die Garten- oder Puffbohne eingeführt, die in dem strukturarmen Viertel als zusätzliches Nahrungsmittel sehr willkommen war. Die Bürger pflanzten Bohnengewächse überall an, in Gärten, an Hausfassaden, vor der Stadtmauer und später auch in den Weinbergen. Bohnen überall, also Bohnenviertel, so einfach war das. Der Name war und ist bis heute eine Bezeichnung „im Volksmund“, offiziell gibt es ihn nicht. Das Viertel gehört offiziell zur „Leonhardsvorstadt“, die seit dem 14. die erste Stadterweiterung war, übrigens nach dem Vorbild der ersten Stadterweiterung Prags, wo in der Mitte des 14. Jahrhunderts der Wenzelsplatz angelegt worden war, auf Anordnung Kaiser Karls IV, der seinen Baumeister Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd damit beauftragt hatte.