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Stuttgarter Fernsehturm

Der 1956, nach fast zweijähriger Bauzeit eingeweihte Fernsehturm, gilt als der erste seiner Art, in der Welt. Fritz Leonhardt und Erwin Heinle, der erstere verantwortlich für Statik und Entwurf, der zweite verantwortlich für die technische und künstlerische Leitung, gaben der Stadt Stuttgart ihr bis heute unverkennbares Wahrzeichen.

Auf einem Kegelschalen-Ringfundament, das acht Meter unter der Erdoberfläche liegt, erhebt sich der 217 Meter hohe Turm, auf dem hohen Bopser, über der Stadt. In 150 Meter befindet sich die Aussichtsplattform, 2,40 Meter höher die „ Kinder-Aussichtsplattform“, ein besonderes Anliegen Leonhard’s, Vater von vier Kindern, der bemerkte, dass Kinder auf der unteren Aussichtsplattform nicht über die Brüstung hinwegsehen könnten. Schließlich würden seine Kinder auch eines Tages den Turm besuchen wollen ( !!! ).

Als in den 50iger Jahren das Fernsehen auf den Markt kam, gab es in Stuttgart, wie immer wieder, das Problem der Topografie, die bis dahin gebauten Sendemasten des Süddeutschen Rundfunks ( heute SWR ) reichten nicht aus , eine adäquate Sendeleistung zur Verfügung zu stellen.

Es wurde nach einem geeigneten Standort gesucht, der mit dem hohen Bopser, 483m über NN, gefunden wurde. Ursprünglich dachte man, einen ca. 200m hohen Stahlgittermasten zu bauen, der in alle Himmelsrichtungen mit Pardunen ( Stahlseilen ) abgespannt würde. Fritz Leonhard entschied sich dagegen für die schlanke und ästhetische Betonnadel, die weltweit Nachahmungen nach sich zog.

Nachdem der Turm nach und nach über den Baumwipfeln von der Stadt aus zu sehen war, fing man in Stuttgart fürchterlich an zu schimpfen, was das denn sei. Man sprach von einem „ Schwabenstreich“, andere sagten, das sei ein „Schandmahl“ und wiederrum andere sagten, der Turm könne umfallen und würde die ganze Stadt kaputt machen.

Wenn man sich die Besucherzahlen anschaut, die in den ersten Jahren zum Fernsehturm kamen, bis zu 700.000 Besucher im Jahr, wird man eines Besseren belehrt. Heute werden im Jahr ca. 330.000 Besucher gezählt, was bei den vielen Freizeitmöglichkeiten, die es mittlerweile in der Landeshauptstadt gibt, verständlich ist.

Bei entsprechenden Anfragen und rechtzeitiger Reservierung, sind auch Führungen im Turm möglich.

Die Führungen sind nicht im Tourenpreis enthalten.