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Juden in Stuttgart

Die ersten Juden in Stuttgart wurden bereits im Jahr 1343 erwähnt. Die heutige Brennerstrasse hieß damals noch Judengasse ! Mitte des 14. Jahrhundert gab es eine große Judenverfolgung und die jüdische Gemeinde fand ein schnelles Ende. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde in Dokumenten in der Judengasse 12 ein Mikwe, d.h. ein Ritualbad erwähnt, es gab wieder eine jüdische Gemeinde und auch eine Synagoge. Aber auch das hatte keinen Bestand, Graf Eberhard im Bart meldete dem deutschen Kaiser um 1500 Württemberg als „judenfrei“!

Bis zu Beginn des 19. Jhds werden in verschiedenen Gebieten Württembergs immer wieder jüdische Gemeinden erwähnt, die oft genauso schnell verschwanden wie sie entstanden waren.

Die jüdischen Friedhöfe in Württemberg und Stuttgart sind Zeugen davon. Eine der wenigen jüdischen Gemeinden die über Jahrhunderte Bestand hatte, war Freudental im heutigen Landkreis Ludwigsburg. 1808 wurde im Zuge der Religionsfreiheit eine jüdische Gemeinde gegründet, die Gründung der israelitischen Religionsgemeinschaft erfolgte 1832. In der Hospitalstraße erwarb die Gemeinde 1856 ein Anwesen und baute eine Synagoge im maurischen Stil, die 1861 eingeweiht wurde. Bis 1900 hatte die Gemeinde bereits 2700 Mitglieder, die Zahl stieg bis 1925 auf ca. 4500 Mitglieder an.