Stadtrundfahrt Stuttgart  ⁄ Touren Stuttgart  ⁄ Architektur  ⁄ Staatsgalerie Stuttgart

 

 

Staatsgalerie Stuttgart

Der Architekturinteressierte in Stuttgart wird sich noch gut an die hitzige Debatte erinnern können, als im Jahr 1984 die neue Staatsgalerie nach Plänen der britischen Architekten James Stirling und Michael Wilford und Associates nach fünfjähriger Bauzeit eingeweiht wurde. Zumal der gefeierte Stuttgarter Architekt Günter Behnisch den ersten Entwurf für sich entscheiden konnte, der Gemeinderat aber eine Überarbeitung desselben forderte und sich schließlich für die britischen Architekten entschied.

Dieser Entwurf der Postmoderne, der sich mit seiner gestaffelten Bauweise an die topografische Situation der Stadt anpasst und dem U-förmigen Grundriss die im 2. Weltkrieg zerstörte Blockrandbebauung wiederaufnimmt, spiegelt in seinen Fassaden und historisierenden Zitaten Architektur der vergangenen Jahrhunderte wieder.

So erkennt man mit den Lüftungsrohren an der Rückseite eine Hommage an das Centre Pompidou in Paris, der Verwaltungstrakt erinnert an das Le Corbusier Haus der Weißenhofsiedlung und die Vordächer weisen Elemente des sowjetischen Konstruktivismus der 20iger Jahre auf.

Wohl kaum eine andere Staatsgalerie in Deutschland besteht aus Gebäuden aus drei Jahrhunderten, mit dem Altbau von Gottlob Georg Barth aus dem 19. Jahrhundert, dem Neubau von James Sterling und Michael Wilford aus dem 20. Jahrhundert und dem Erweiterungsbau für die grafischen Sammlungen von Wilfrid und Katharina Steib, der seit 2002 für das 21. Jahrhundert steht.

Auf einem Rundgang um den Gebäudekomplex erfährt der Besucher die ganzen Raffinessen der Architektur, wie z.B. der Bürger, der durch das Gebäude 24 Stunden am Tag von der Konrad-Adenauerstrasse zur Urbanstrasse im Sinne einer Abkürzung hindurch laufen kann und mit dem offenen Skulpturenhof eine Anregung erfährt, die Staatsgalerie auch im Inneren zu besuchen.

Der Eintritt ist im Tourenpreis nicht enthalten!