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Stuttgart 21 - S 21

Seit den frühen 90iger Jahren plante die Deutsche Bahn den Bahnknoten Stuttgart neu zu ordnen und den Kopfbahnhof zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof umzubauen. Nach Plänen der Architekten Ingenhoven, Overdiek und Partner und dem Ingenieur Frei Otto entstand ein auf kelchartigen Stützen, zum bisherigen Bahnhof um 90 Grad gedrehter unterirdischer Durchgangsbahnhof, der mit Oberlichtern zum darüber neu entstehenden „Strassburger Platz“ geöffnet ist.

Der HBF wird in Zukunft nur ein Schnittpunkt eines größtenteils unterirdisch verlaufenden Kreisverkehrs sein, an den die bestehenden Verbindungen angeschlossen werden können. Daraus ergeben sich nach Angaben der Deutschen Bahn mehr und schnellere Verbindungen. Allein durch den neuen ca. 9,5 km langen Tunnel zur Neuen Messe Stuttgart und dem Flughafen, reduziert sich die Fahrzeit der S-Bahn von heute 26 Minuten auf zukünftig 8 Minuten.

Die Trasse wird auch vom regional und Fernverkehr genutzt, so kann Stuttgart mit dem ICE an die neue europäische Magistrale Paris-Strassburg-Stuttgart-Ulm-München-Wien-Budapest, bzw. Bratislawa angeschlossen werden. Städtebaulich interessant , besonders für eine im Kessel gelegene Großstadt wie Stuttgart, sind die ca. 100 ha frei werdenden Gleisflächen, auf denen neue Stadtquartiere für bis zu 30.000 Menschen gebaut werden können.

Ganz billig ist das mit 4,5 Milliarden Euro veranschlagte Projekt nicht- Kostenexplosion, Risiken beim Bau mit dem Stuttgarter Mineralwasser, Probleme mit dem Grundwasser und Beeinträchtigung des mittleren Schlossgartens lassen das Projekt als ein sehr umstrittenes erscheinen. Auch die 10-jährige Bauzeit mit Beeinträchtigungen durch Schmutz, mehr LKW Verkehr und Lärm wird von vielen Stuttgartern mit Sorge betrachtet.


Führungen im Bahnhofsturm und rund um den HBF sind im Rahmen der angebotenen Touren jederzeit möglich.