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Stuttgarter Schlossplatz

Alles ist vertreten, allein schon die Tatsache, dass zwei Schlösser aus den großen Europäischen Bauepochen sich gegenüberstehen : das alte Schloss, von Aberlin Tretsch und Blasius Berwart, im Stil der Renaissance, das Neue Schloss als Barockschloss, die alte Kanzlei, ebenfalls im Stil der Renaissance wird im Uhrzeigersinn vom Buchhaus Wittwer im Stil des „Betonbrutalismus“ gefolgt, das Kunstmuseum, von den Architekten Hascher & Jehle Berlin, steht für das 21. Jhd., der Königsbau von Johann Michael Knapp und Christian Friedrich Leins , der Mitte des 19. Jhds. errichtet wurde gilt als Beispiel für den Klassizismus, zur Ecke an der Königstrasse steht das Marquardgebäude im Stil der Neorenaissance für den Historismus, die Dresdner Bank von Paul Schmitthenner als Beispiel für die „Stuttgarter Schule“ 1905 von Theodor Fischer gegründet und schließlich der Württembergische Kunstverein, auch von Theodor Fischer, eine Mischung aus Historismus mit Jugendstilelementen.

Man könnte den Schlossplatz, vor allem im Sommer, auch die „gute Stube“ Stuttgart’s nennen, kaum eine freie Bank ist zu finden und auch der Rasen ist oftmals wie in einem Freibad dicht belegt. Das Land Baden-Württemberg, dem der Platz gehört, ist mit der Anlage sehr großzügig, hinsichtlich der Genehmigung von Konzerten, Events und Veranstaltung jeglicher Art, welche andere Großstadt hat schon einen 25.000m² großen Platz mitten in ihrem Herzen gelegen?

In der Mitte steht die Jubiläumssäule für das 25jährige Regierungsjubiläum von König Wilhelm I. von Württemberg, die von einer Concordia „zum Schutze seiner Untertanen“ gekrönt ist, ein Werk von dem königlichen Hofbildhauer Ludwig von Hofer. Interessant ist die Gestaltung der diagonalen Wegeführung von Friedrich Wilhelm Hackländer, der kurze Zeit königlicher Gartenbauminister unter Wilhelm I. war. Er beobachtete im Winter, wie die Passanten bei geschlossener Schneedecke den Platz überquerten. Es liegt wohl in der menschlichen Natur, den bequemsten oder kürzesten Weg auszusuchen und so lief man, um von einer Seite zur anderen zu kommen, immer die Diagonale...