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Weißenhofsiedlung Stuttgart

Die Weißenhofsiedlung entstand im Jahre 1927 auf Initiative des Deutschen Werkbundes zum Thema "die Wohnung".

17 Architekten aus vier europäischen Ländern ( Schweiz, Deutschland, Österreich Holland ) arbeiteten zusammen an einem Projekt, was sich bis heute nicht wiederholt hat. Le Corbusier und Pierre Jeanneret, Ludwig Mies van der Rohe, Josef Frank, Walter Gropius, Richard Döcker, Peter Behrens und Mart Stam, um nur einige zu nennen, wollten der Öffentlichkeit zeigen, wie die Wohnung für den modernen Großstadtmenschen aussehen könnte. Die einzige Vorgabe an alle Architekten war das Flachdach. Ansonsten hatten die Architekten alle Möglichkeiten ihre Vorstellungen zu bauen, um nach der Zeit der Industrialisierung Lösungsmöglichkeiten für die daraus entstandenen Probleme zu finden.

So war z.B. der variable Grundriss eine der Forderungen, da man im Voraus nicht wissen konnte, wie viel Mitglieder eine Familie hatte und somit die Wohnung an die Bedürfnisse dieser angepasst werden konnte. Geradezu revolutionär war die Idee Le Cobusier’s die Dächer zu begrünen, mit der Begründung den versiegelten Boden so zu kompensieren. Hier stellte er auch die "fünf Punkte einer neuen Architektur" zum ersten Mal vor.

Neuartige Konstruktionsweisen und Baumaterialien kamen zum Zuge, die einen weiteren Teil der Ausstellung darstellten. In Stuttgart entstand eine hitzige Debatte über die Siedlung, da die bekannten Architekten der Stuttgarter Architekturschule um Paul Bonatz und Paul Schmitthenner an der Entwurfsplanung kein gutes Haar ließen und sogar über diese von einer Vorstadt Jerusalems und dem Schandfleck Stuttgarts sprachen.

Im 2. Weltkrieg stark zerstört und in den 50iger Jahren vereinfacht wiederaufgebaut, wurde Ende der 70iger und zu Beginn der 80iger Jahre durch die „Freunde der Weißenhofsiedlung „ ein Teil der Häuser saniert und originalgetreu wiederhergestellt.

Das Haus von Le Corbusier und Pierre Jeanneret wurde von der Wüstenrot Stiftung Ludwigsburg im Jahre 2005 als Museum und Informationszentrum an die Stadt Stuttgart übergeben.

Die Rundfahrt kann hier mit einem Rundgang durch die Siedlung ergänzt werden, auch ein Besuch im Museum ist möglich, der Eintritt ist im Tourenpreis nicht enthalten!